Corvicalis – wenn aus einer Versuchsnummer eine Persönlichkeit wird
Der charaktervolle Corvicalis ist unser Wein aus der PIWI-Rebsorte Cal 1–28, gezüchtet vom Schweizer Rebenzüchter Valentin Blattner. Man könnte meinen, der Name klinge eher nach Labor als nach Wein. Tatsächlich stammt die Bezeichnung aus der Versuchsanlage des Züchters: Während der Selektion neuer Rebsorten wurden die jungen Pflanzen schlicht nummeriert – Cal 1–28 war der achtundzwanzigste Rebstock in der ersten Reihe.
Niemand konnte damals wissen, dass aus dieser nüchternen Nummer einmal eine der spannendsten Rotweinsorten für den nachhaltigen Weinbau entstehen würde.
Heute gehört Cal 1–28 zu den sogenannten PIWI-Rebsorten – also Reben mit einer natürlichen Widerstandskraft gegen wichtige Pilzkrankheiten. Gerade im biologischen Weinbau ist das ein grosser Vorteil. Auch bei uns im Thurgau zeigt die Rebe, warum sie so viel Aufmerksamkeit erhält: Sie wächst vital, robust und erstaunlich ausgeglichen.
Eine Rebsorte für den nachhaltigen Weinbau
Cal 1–28 zeigt eine gute bis sehr gute Resistenz gegen Falschen Mehltau und Botrytis sowie eine solide Widerstandskraft gegen Echten Mehltau. Für den biologischen Weinbau ist das besonders wertvoll, denn dadurch können wir im Rebberg mit deutlich weniger Pflanzenschutz arbeiten.
Die Rebe passt damit hervorragend zu unserer Philosophie eines naturnahen und nachhaltigen Weinbaus.
Wachstum und Eigenschaften im Rebberg
Im Frühling startet Cal 1–28 ungefähr gleichzeitig mit Pinot Noir in die neue Saison. Die Reben wachsen vital und entwickeln im Laufe des Sommers eher kleine bis mittlere, oft geschulterte Trauben.
Die Beeren besitzen eine dicke Haut und eine ausgeprägte Wachsschicht – eine natürliche Rüstung, die sie vor Krankheiten schützt und gleichzeitig zur Robustheit der Sorte beiträgt.
Die Trauben reifen mittelspät und entwickeln dabei eine beeindruckende aromatische Tiefe.
Charakter im Glas
Schon im Keller zeigt sich, dass in dieser Sorte viel Persönlichkeit steckt. Die Weine sind farbintensiv und verbinden würzige Noten mit dunkler Frucht.
Typische Aromen erinnern an Brombeeren, schwarze Kirschen, dunkle Waldbeeren, feine würzige Nuancen.
Kraft und Eleganz gehen dabei Hand in Hand. Die Struktur wirkt geschmeidig, während die Frucht dem Wein Frische und Lebendigkeit verleiht.
Corvicalis – unsere Interpretation von Cal 1–28
Unser Cal 1–28 trägt einen eigenen Namen: Corvicalis.
Wie viele gute Dinge braucht auch dieser Wein Zeit. Nach der Lese darf er mindestens ein Jahr reifen. In dieser Phase verändert sich der Wein spürbar: Die Frucht wird runder, die Struktur geschmeidiger und die würzigen Nuancen gewinnen an Tiefe.
Das Ergebnis ist ein charaktervoller Rotwein mit Balance, Struktur und Eleganz.
Wer unseren Corvicalis aus Cal 1-28 probieren möchte, findet ihn auch direkt in unserem Online-Shop.
Lagerpotenzial und Entwicklung
Mit einigen Jahren Flaschenreife zeigt Corvicalis eine weitere Seite: komplexer, ruhiger und voller.
Geduld lohnt sich – denn sein Lagerpotenzial reicht von einigen Jahren bis zu mehreren Jahren. Mit der Zeit verbinden sich Frucht, Würze und Struktur zu einem harmonischen Gesamtbild.
So erzählt Corvicalis die Geschichte einer neuen Generation von Rebsorten – einer Generation, die im Rebberg robuster ist und gleichzeitig Weine mit Charakter hervorbringt.
Und manchmal beginnt diese Geschichte eben mit einer einfachen Nummer: Cal 1–28.
Neben unserem charaktervollen Rotwein Corvicalis aus der PIWI-Rebsorte Cal 1-28 entstehen in unserem Bio-Weingut auch spannende Weiss- und Schaumweine aus pilzwiderstandsfähigen Reben. Ein Beispiel dafür ist unser genussvoller Weisswein Solaris sowie unser perlender Schámpus aus der Rebsorte Souvignier gris.
Häufige Fragen zur Rebsorte Cal 1–28
Was ist Cal 1–28?
Cal 1–28 ist eine pilzwiderstandsfähige Rotweinsorte (PIWI), die vom Schweizer Rebenzüchter Valentin Blattner gezüchtet wurde. Die Sorte zeichnet sich durch eine gute Resistenz gegen wichtige Pilzkrankheiten und durch würzig-fruchtige Rotweine aus.
Wie schmeckt Wein aus Cal 1–28?
Weine aus Cal 1–28 zeigen meist dunkle Beerenaromen, würzige Noten und eine geschmeidige Struktur. Typisch sind Aromen von Brombeeren, schwarzen Kirschen und Waldbeeren.
Was bedeutet PIWI-Rebsorte?
PIWI steht für pilzwiderstandsfähige Rebsorte. Diese Reben besitzen eine natürliche Widerstandskraft gegen wichtige Pilzkrankheiten wie Echten oder Falschen Mehltau. Dadurch kann im Weinbau deutlich weniger Pflanzenschutz eingesetzt werden.
Wie lange kann Corvicalis gelagert werden?
Corvicalis besitzt ein Lagerpotenzial von einigen bis zu mehreren Jahren. Mit zunehmender Flaschenreife entwickelt der Wein mehr Komplexität, Tiefe und Eleganz.