Sanfter Rebschnitt – warum wir unsere Reben bewusst schonen
Die eigentlichen Entscheidungen fallen jetzt: Im Januar und Februar – lange bevor etwas wächst.
Der Rebschnitt im Winter ist eine der wichtigsten Arbeiten im Weinbau. Er entscheidet über das Wachstum, den Ertrag und vor allem die langfristige Gesundheit der Rebe. In unserem Weinberg schneiden wir nach den Prinzipien des sanften Rebschnitts.
Was bedeutet sanfter Rebschnitt im Weinbau?
Der sanfte Rebschnitt ist eine besonders schonende Art des Winterschnitts, bei der die Rebe möglichst wenig verletzt wird. Anders als bei konventionellen Schnittmethoden werden grosse Schnittflächen und tiefe Eingriffe ins alte Holz vermieden.
Ziele des sanften Rebschnitts ist es unter anderem, den natürlichen Saftstrom der Rebe nicht zu unterbrechen, Holznekrosen zu vermeiden und die Rebe langfristig gesund und vital zu halten.
Diese Methode basiert auf der Beobachtung, dass Reben ihre Schnittwunden nicht aktiv verschliessen. Jeder Schnitt bleibt im Inneren der Rebe dauerhaft bestehen.
Warum der Rebschnitt für gesunde Reben entscheidend ist:Ein nicht angepasster Rebschnitt kann den Saftfluss blockieren, Fäulnis im Holz begünstigen und die Lebensdauer der Rebe deutlich verkürzen.
Der sanfte Rebschnitt arbeitet hier mit der natürlichen Architektur der Rebe statt gegen sie. So bleibt die Rebe langfristig vital und leistungsfähig.
Was bedeutet der sanfte Rebschnitt für unsere Weine?
Gesunde Reben bringen ausgeglichene Trauben hervor. Der sanfte Rebschnitt trägt dazu bei, dass die Reben gleichmässig versorgt werden, die Erträge auf natürliche Weise reguliert sind und die Trauben die Herkunft klar widerspiegeln. Das Ergebnis: Weine mit Charakter, Balance und Herkunft, die das Terroir des Thurgaus authentisch zeigen.